Pöggstall - "Großer Wagen", Objekt im Museum für Rechtsgeschichte
(1991 bis 1993)


Gottfried Höllwarth (*1945)

Gottfried Höllwarth:
"Das Objekt 'Großer Wagen' beruht auf der Verarbeitung lapidarer physikalischer Prinzipien. Beweglichkeit durch das Rad, Spaltung und Zerstörung durch den Keil, Energie und Wucht durch bewegte Masse. Das Rad ist ein Rollkörper in Form einer um einen Mittelpunkt drehbaren Scheibe, dessen äußerer Rollkranz durch Speichen mit dem Mittelpunkt der Nabe verbunden ist. Der Keil ist ein in einer Kante spitz zulaufender Körper zum Trennen und Spalten.
Seine Wirkungsweise: Eine an der Grundfläche angreifende Kraft wird in zwei von den Schenkeln ausgehende Kräfte zerlegt. Die Masse ist die Menge eines Stoffes, aus der ein Körper besteht, als Eigenschaft seiner kleinsten Teilchen die Ursache der Massenanziehung, insbesondere der Schwere sowie des Widerstandes des Körpers gegen Bewegungsänderungen. Die Aggression, die von dem Objekt ausgeht, besteht nicht durch das Objekt selbst, sondern durch dessen Bewegung und Verwendung."
(Quelle: Veröffentlichte Kunst - Kunst im öffentlichen Raum 2, Katalog des NÖ Landesmuseums, Neue Folge Nr. 331, 1993)