Krems an der Donau - Installation für den Campus Krems
(2005)


Peanutz Architekten

Aufgabe war es, bei der neuen Bahnstation an der ursprünglichen Rückseite der Donau-Universität ein zeichenhaftes Entree zu schaffen. Weiters sollte für den bestehenden Vorplatz eine anspruchsvolle Gestaltung mit Aufenthaltsqualität für die Studierenden vorgeschlagen werden.

Der Entwurf von Peanutz Architekten greift bestehende, zueinander parallel laufende Wegführungen wie die Bahnlinie, die Anibas-Promenade und den Fabriksweg auf und ergänzt diese durch weitere parallel laufende Zonierungen wie die Feuerwehrzufahrt, den Steg und die Garagenfassade. Jedes dieser so genannten Bänder erhält eine eigene Oberfläche, was wiederum unterschiedliche Nutzungen des Vorplatzbereiches ermöglicht. Der Niveausprung zwischen Bahnstation und Vorplatz wird mit dem Konzept der Bandstruktur elegant durch ein Loop verbunden. An der Innenseite des Betonloops sind eine Treppe und eine Rampe eingearbeitet, sodass der Niveausprung fußläufig überwunden werden kann. Mit einem Durchmesser von zirka 15 Metern ragt der Loop hoch in den Himmel auf, gleich einem in die Luft geschriebenen Logo, das man beim Eintritt ins Campusgelände durchschreitet.

Neben dem Loop befindet sich ein Wasserbecken, das voll gepaukte Köpfe zum Seelenbaumeln einlädt, wenn die Studierenden in der Pause am Holzsteg in der Sonne liegen.

(Marie-Therese Harnoncourt)

Aus: Öffentliche Kunst, Kunst im öffentlichen Raum Niederösterreich 8 (2006)