Orth an der Donau - Konzept für den Turnierhof des Schlosses
(2004)


Karl-Heinz Klopf (*1956)

Die Betreiber des Schlosses Orth, in dem das Informationszentrum für den Nationalpark Donauauen eingerichtet wurde, wünschten sich im Zuge des Umbaus durch noncon:form & MAGK synn eine Neugestaltung des Turnierhofs.

Der Umgebung entsprechend sollten sich die geladenen KünstlerInnen mit dem Thema Wasser sowie dem Nationalpark auseinander setzen und ein attraktives spielerisches Zeichen schaffen, das aber auch als Objekt benutzbar sein sollte.

Karl-Heinz Klopf präsentierte eine sehr reduzierte Arbeit, die jedoch eine überwältigende atmosphärische Wirkung versprach. Sein Entwurf sieht eine flache, mit in Beton gebundenem  grobem Donaukies ausgekleidete Wassermulde im Zentrum des Hofes vor. Aus den in der Mulde integrierten Düsen steigt kontinuierlich dünner Nebel auf, der den Hof einhüllt und im Kontrast zu den massiven Gemäuern des Schlosses den Eindruck von Schwerelosigkeit erzeugt. Bei den Besuchern werden Bilder von den märchenhaft verwunschenen Donauauen evoziert. Der feine Wasserdampf schafft einen durchlässigen Raum mit neuen akustischen und haptischen Qualitäten; aber auch einen konkret geschlossenen, denn sobald die Sprühdüsen abgestellt werden, kann die Mulde für Veranstaltungen oder als Rückzugsraum genutzt werden.

Die Initiatoren sahen Nebel, der das Gefühl von Stille und Ruhe evoziert, nicht als passenden Ausdruck für die auf der Höhe von Orth eher reißerische Donau.

(Katrina Petter)

Nicht realisiert!

Aus: Öffentliche Kunst, Kunst im öffentlichen Raum Niederösterreich 8 (2006)