Bärnkopf


Gemeinde Bärnkopf

Ortsgeschichte

Bärnkopf liegt im südlichen Teil des Weinsberger Forstes, dem größten geschlossenen Waldgebiet Österreichs. Mit einer Lage in 1.000 Höhenmetern ist Bärnkopf die höchstgelegene Gemeinde des Waldviertels.

Erste Siedlungsvorstöße erfolgten im Zuge der Nutzung des Waldes und der Anlegung von Glashütten durch den Grundbesitzer Joseph Weber Edler von Fürnberg in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts. Um das geschlägerte Holz aus dem unwegsamen Gebiet abzutransportieren, ließ er mehrere Schwemmteiche anlegen. Über diese wurden die Stämme über die kleine und große Ysper nach Persenbeug oder über den Weitenbach nach Weitenegg geschwemmt. Nach Bergengupf – so vermutlich der ursprüngliche Name der Holzhackersiedlung – holte Fürnberg Holzknechte mit ihren Familien aus Tirol, Böhmen, Schlesien, der Steiermark und Oberösterreich. Er überließ ihnen Grund und Boden für den Bau von Unterkünften und den Aufbau einer kleinen Landwirtschaft. 1795 erwarb Kaiser Franz II. das Gebiet, das seither im Besitz der Familie Habsburg-Lothringen ist.

1854 wurde eine kleine Kirche in der Ortsmitte errichtet, die der hl. Anna geweiht ist. Der Bau des Westturms erfolgte erst 1903. In diesem Jahr wurde auch der Großteil der Einrichtung angeschafft. 1907 folgte eine kleine Orgel, gebaut vom k.u.k. Hoforgelbauer Franz Josef Swoboda. 1905 wurde Bärnkopf eine eigene Pfarre. 1924 wurde Bärnkopf eine selbständige Gemeinde. Mit Bescheid vom 12. Juni 1979 verlieh die NÖ Landesregierung der Gemeinde ein Wappen: „In einem goldenen Schild im Schildesfuß zwei gekreuzte blaue Hacken mit naturfarbenen Stielen, aus deren Kreuzung eine grüne Tanne emporwächst.” Die Gemeindefarben „Gelb-Grün” wurden genehmigt.Etwa 90% der Gemeindefläche sind noch heute von Wald bedeckt, ideale Bedingungen für den Ausbau als Tourismusgemeinde. Im Sommer ist die Gegend ein Wanderparadies, im Winter bieten 120 km gespurte Langlaufloipen ideale Bedingungen für Wintersportler. Im März 2007 wurde Bärnkopf das niederösterreichische Prädikat „Luftkurort“ verliehen.