Grub


Gemeinde Irnfritz-Messern

Ortsgeschichte

Die sagenumwobene Burgruine Grub liegt oberhalb der Ortschaft Grub auf einem schroff abfallenden Felssporn. Der Sage nach soll sie vom bärenstarken Ritter Rotbart zur Erinnerung an einen siegreichen Zweikampf erbaut worden sein.

Wann die Burg tatsächlich errichtet wurde, ist nicht bekannt, erstmals erwähnt wird Grueb 1237. Der 22 Meter hohe Bergfried entstand in einer späteren Bauphase des 13. Jahrhunderts. Im 14. und 15. Jahrhundert erfolgte der Ausbau mit Palas, Vorburg und weiteren Außenbefestigungen.

Die Gruber saßen bis Mitte des 14. Jahrhunderts auf der Burg, ab etwa 1372 war sie im Besitz der Truchsessen von Grub. Am Beginn ihrer Herrschaft wurde das castrum Grub von Herzog Albrecht III. vier Wochen lang belagert. 1441 wurde die Burg infolge von Übergriffen der Truchsessen erneut von landesfürstlichen Truppen belagert.

Ab der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts waren die Matschacher im Besitz der Burg, 1525 die Herren von Rauber und ab 1558 die Puchheim, die zu den führenden evangelischen Adeligen des Landes gehörten. 1620 wurde die Burg zerstört und wahrscheinlich danach als Wohnsitz aufgegeben. In der Folgezeit war sie im Besitz der Freiherren bzw. Grafen von Traun (1621), der Freiherren von Selb (1668) und des Stiftes Altenburg (1767), das die Ruine 1950 an Private verkaufte. Die bereits zum Abbruch vorgesehene Ruine wurde 1970 vom Ehepaar Hampapa erworben und seither mit großem persönlichen Einsatz teilweise wiederhergestellt. Seit 1997 ist die Familie Heindl aus Wien im Besitz der teilweise bewohnten Burgruine.