Weikendorf


Gemeinde Weikendorf

Ortsgeschichte

Das im nordöstlichen Marchfeld gelegene Weikendorf im Bezirk Gänserndorf wurde 1115 als Wikindorf (nach einem Mann namens Wiko benannt) erstmals urkundlich erwähnt, die Markterhebung erfolgte 1411. Die Pfarre Weikendorf wurde um 1050 gegründet, die Schenkung der babenbergischen Eigenpfarre Weikendorf an das Benediktinerstift Melk erfolgte 1113 durch Markgraf Leopold III. Weikendorf etablierte sich als bedeutende Mutterpfarre für ein weitläufiges Pfarrgebiet, dem auch Gänserndorf angehörte. 1462 wurde die Pfarre Weikendorf dem Stift Melk voll inkorporiert.

Weikendorf war im Laufe seiner Geschichte vor allem aufgrund seiner Grenzlage immer wieder von Krieg, Besatzung und Zerstörung betroffen. 1683 kam es zu Einfällen durch die Osmanen, im 17. und 18. Jahrhundert drangen die Kuruzzen in Weikendorf ein und im Laufe des 19. Jahrhunderts hielten sich französische und preußische Truppen im Ort auf. 1945 marschierte die Rote Armee in Weikendorf ein.

Weikendorf ist insbesondere durch eine land- und forstwirtschaftliche Betriebsstruktur geprägt. Die Marktgemeinde besteht aus den Katastralgemeinden Aspacherfeld, Dörfles, Stripfing, Tallesbrunn und Weikendorf.