Wöllersdorf-Steinabrückl


Gemeinde Wöllersdorf-Steinabrückl

Ortsgeschichte

Die Marktgemeinde Wöllersdorf-Steinabrückl liegt am Ausgang des Piestingtals östlich von Markt Piesting und nordwestlich von Wiener Neustadt. Sie entstand 1972 durch den freiwilligen Zusammenschluss der Gemeinden Wöllersdorf und Steinabrückl. In den folgenden Jahren erfolgten Investitionen in die Infrastruktur der beiden Orte (Kanalisation und Ausbau der Trinkwasserversorgung) und in den Siedlungsausbau. Der ständigen drohenden Hochwassergefahr durch die Piesting begegnete man durch deren Regulierung im Bereich Wöllersdorf. Als Anerkennung für die Aufbauarbeit wurde Wöllersdorf-Steinabrückl in der Sitzung des Niederösterreichischen Landtages am 28. Jänner 1988 zur Marktgemeinde erhoben. Mit Bescheid vom 16. Februar 1988 verlieh die NÖ Landesregierung der Marktgemeinde ein Wappen: „In blauem Schild ein aus dem Schildesfuß wachsender silberner Wehrturm mit schwarzer Toröffnung und schwarzen Schießscharten, der im Schildeshaupt von einer silbernen gequaderten Brücke überhöht wird.” Die Gemeindefarben „Blau-Weiß“ wurden genehmigt.

Das soziale und kulturelle Leben spielt sich seit 1988 in dem in diesem Jahr eröffneten Marktzentrum ab, in dem Wohnungen, das Gemeindeamt, ein Festsaal für Veranstaltungen und eine Postfiliale untergebracht sind. In der Folge erhielten beide Orte neue Kindergärten (Wöllersdorf 1991, Steinabrückl 1992). 1992 wurde der Markgemeinde das Prädikat „Niederösterreichische Kulturgemeinde“ verliehen. Die Gemeinde erwarb den Höhlturm in Wöllersdorf. 1994 erfolgte die feierliche Einweihung des renovierten Höhlturmes als Kulturdenkmal und Aussichtswarte. Das „Schlössl“ in Wöllersdorf ging 1998 in den Besitz der Marktgemeinde über. Nach einer tiefgreifenden Renovierung, die 2002 abgeschlossen war, beherbergt das Gebäude heute die Gemeindebücherei, Veranstaltungsräume, ein Museum sowie Wohnungen. Von der Standortschließung des Bundesheeres war 1999 auch die Babenberger Kaserne in Wöllersdorf betroffen. Erst 2011 fand die Anlage einen Käufer. Eine neue Nutzung ist noch nicht bekannt. Die zahlreichen Funde aus den archäologischen Grabungskampagnen, die seit 2005 die vom 6. vorchristlichen Jahrtausend an bis ins 1. Jahrtausend n. Chr. bestehende Siedlung am Ausgang des Piestingtales erforschen, werden seit 2008 im Museum „Das Dorf des Welan“ – Schlössl Wöllersdorf – präsentiert.