Petrus von Rosenheim


*~1370 bis †27.1.1433

Biographie

Um 1370 in Rosenheim geboren, erhielt Petrus die Schulbildung in seinem Geburtsort und im Kloster Tegernsee. Seit 1398 ist er als Student in Wien bezeugt. 1403 begleitete er den Universitätsrektor Nikolaus Seyringer nach dem Kloster St. Benedikt (Sacro Speco) in Subiaco östlich von Rom, wo er die Profess ablegte. Ausgedehnte Reisen führten ihn später unter anderem nach Rocca di Mondragone bei Capua, wo er das Amt des Priors übernahm, zum Konstanzer Konzil und schließlich nach Melk. Nach der Reform des Klosters war er hier erster Prior (1418-1423) und bis 1426 lehrte er an der Hausschule Theologie. Doch Melk war nicht die letzte Station im Wirken des Geistlichen: Im Juli 1946 ging er nach Tegernsee, um dort die Reform vorzunehmen, und zuletzt als Reform-Prior nach St. Peter zu Salzburg. Bekannt wurde Petrus auch als Verfasser eines Bibelepos und lateinischer Gedichte. Von besonderer Bedeutung ist das von ihm in Melk geschaffene "Carmen de Morte", das sich, wie Abschriften bezeugen, in Klosterkreisen einiger Beliebtheit erfreute.