Joseph Anton Pfeiffer


*17.4.1776 bis †14.8.1859

Biographie

Der in Neuhofen an der Ybbs geborene Komponist genoss als Organist einen ausgezeichneten Ruf. Sein hohes fachliches Können war weithin bekannt, sodass sich 1848 Anton Bruckner von ihm prüfen ließ. Pfeiffer stellte ihm ein glänzendes Zeugnis aus und erkannte in dem damaligen Hilfslehrer ein "ächtes musikalisches Genie".

Pfeiffer stammte aus einer Schulmeister- und Organistenfamilie, sein Onkel Franz Joseph Pfeiffer war Organist in Maria Taferl. Er erhielt eine fundierte Ausbildung als Sängerknabe im Benediktinerstift Seitenstetten und wirkte hier bereits 1794 bei einer Aufführung des "Tendelbasses" von Christian Widmann mit. Zunächst wurde er in Seitenstetten Schulgehilfe, 1804 Lehrer und Stiftsorganist und 1822 Leiter der Hauptschule. Er starb im hohen Alter von 83 Jahren in Seitenstetten.

Das Werk Pfeiffers umfasst zehn Messen, ein Requiem, zahlreiche kleinere Kirchenkompositionen sowie Orgelwerke, eine große Symphonie und geistliche Lieder.
(Quelle: P. Erhart, Niederösterreichische Komponisten, 1998, Doblinger Wien, S. 47)